IKEA HACKS

Diplomarbeit von Roman Linde Baum an der FH-Potsdam
Entstehungszeitraum 2006/07
Möbel und Identität
Möbel sind Teil des menschlichen Lebens, der Ganzheitlichkeit und maßgeblich am Prozess der Identitätsbildung beteiligt. Sie können vielerlei Auskunft über den Menschen geben – seinen Lebensstil, seinen Status, seine Vorlieben und Leidenschaften. Gesellschaftliche Aspekte, wie die zunehmende Flexibilisierung des Menschen, das Überangebot an industriell gefertigten Möbelprodukten, Wegwerfmentalitäten und sinnliche Erfahrungsarmut beeinflussen die Persönlichkeitsentwicklung eines jeden Einzelnen.
Im Rahmen seiner Diplomarbeit entwickelte Roman LindeBaum Interior, welches die Konformität von, in Masse produzierten, Mobiliar aufzubrechen versucht. Rohmaterial für die Arbeit bildete das Angebot des Sperrmülls und die industriell gefertigten Möbel der Marke IKEA. Mit Hilfe individueller Eingriffe wurden funktionale und ästhetische Konventionen gestört, Defizite der Massenproduktion aufgedeckt und gleichzeitig als gestalterisches Element genutzt.
Die Diplomarbeit entstand in Kooperation mit der Berliner Möbelmarke Studio Proxy und war impulsgebend an der aktuellen Strömung des »Produkthackings« und der Revolte gegen die Massenproduktion beteiligt. Einige Möbel wurden in internationalen Architektur- Interior- und Designmagazinen publiziert.
Unter der Marke Studio Proxy sind weitere Möbel zum Thema sowie individuelle Neuentwicklungen erhältlich.
Kooperationspartner
www.studioproxy.de
Betreuende Professoren
Prof. Betina Müller
Prof. Jörg Hundertpfund
Fotografie
Roman Linde Baum,
Rüdiger Otte



























